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ISBN/EAN: 978-3-95890-303-6
Einband: gebundenes Buch
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Übersetzer:
Andreas Schirmer
Auflage:
1. Auflage 2021
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
208 S.
Format (T/L/B):
2 x 22 x 14 cm

Hersteller:
Europa Verlag GmbH
pk@europa-verlag.com
Johannisplatz 15
DE 81667 München


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Vertraute Welt

Roman

22,00 €
inkl. MwSt.

Nicht lieferbar

Beschreibung

Am Rand der südkoreanischen Metropole Seoul liegt die Blumeninsel, eine gigantische Müllhalde, Lebensgrundlage und Wohnstätte einer Kolonie von Ausgestoßenen. Hier landet der Held des Romans, der 14-jährige Glupschaug, zusammen mit seiner Mutter, für die sich ein in der Hackordnung weit oben stehender Müllhaldenbewohner interessiert. Dieser Baron ist für den Helden eine verhasste Stiefvaterfigur. Mit Glatzfleck, dem Sohn des Barons, freundet sich Glupschaug jedoch an und lernt von ihm alles, was man zum Überleben wissen muss. "Vertraute Welt" ist eine Kritik an der modernen Wegwerfgesellschaft. Der Roman zeigt, was hinter dem raschen wirtschaftlichen Aufstieg eines Landes steckt, das Menschen ebenso aussondert wie Müll. Unverhofftes Opfer des zweifelhaften Fortschritts ist auch eine Bande altkoreanischer Kobolde, mit denen sich Glupschaug und Glatzfleck anfreunden. Für die beiden Jugendlichen wendet sich damit das Blatt, zumindest vorerst

Über Hwang Sok-yong

Hwang Sok-yong wurde 1943 im damaligen Mandschukuo (heute China) geboren. Schon als Jugendlicher gewann er mehrere Schreibwettbewerbe, brach aber die Schule ab, um als Wanderarbeiter auf Baustellen und in Fabriken Land und Leute seiner Heimat kennenzulernen. Als Philosophiestudent engagierte er sich im Widerstand gegen die Militärdiktatur und für den Schutz von Arbeiterrechten. Die Auseinandersetzung mit der politischen Unterdrückung und ökonomischen Ausbeutung durch die militant antikommunistische Regierung Südkoreas sollte ab den frühen 1970er-Jahren kennzeichnend für sein Werk werden. Wegen Verstoßes gegen das 'Sicherheitsgesetz' wurde er 1993 in Seoul zu sieben Jahren Haft verurteilt, 1998 vom neugewählten Präsidenten Kim Dae-jung begnadigt. Eine Verarbeitung des Gefängnisaufenthalts ist der Dissidentenroman Der ferne Garten (1999). Seither hat Hwang in einer Reihe von Romanen, unter anderem Die Lotosblüte (2003) und Prinzessin Bari (2007), seine bisherigen Interessen mit dem Thema der internationalen Migration verknüpft, während er gleichzeitig verstärkt auf Stoffe und Motive aus der vormodernen koreanischen Erzähltradition zurückgreift. Mit zahlreichen nationalen und internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet, gilt Hwang Sok-yong als Südkoreas aussichtsreichster und würdigster Nobelpreiskandidat.

Schlagzeile

Der große Roman von Koreas berühmtestem Autor über den Luxus unserer Zeit und den Preis, den die Gesellschaft dafür zahlt