Details
ISBN/EAN: 978-3-7092-0345-3
Einband: kartoniertes Buch
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Herausgeber:
Peter Engelmann
Peter Engelmann
Übersetzer:
Horst Brühmann
Horst Brühmann
Auflage:
2. Auflage 2018
2. Auflage 2018
Erschienen am:
15.10.2018
15.10.2018
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
224 S.
224 S.
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Echographien
Fernsehgespräche, Passagen forum
Beschreibung
Was bedeuten Bombenabwürfe in Echtzeit für die Dekonstruktion der Präsenzmetaphysik? Kann man Hollywood mit Quotenregeln bekämpfen? Warum kann eine Kamera kein Zeuge sein? Was ist, wenn wir nicht mehr glauben können, was wir sehen? Ende 1993 führt Derrida in seinem Haus in Ris-Orangis - von Scheinwerfern, Kabeln und Kameras eingekreist - ein langes Gespräch mit dem Medientheoretiker Bernard Stiegler. Im Mittelpunkt stehen medientechnische Entwicklungen, die damals ihren Durchbruch feiern: die Direktübertragung und das digitale Bild. Mit der gespenstischen CNN-Übertragung der Bombenabwürfe auf Bagdad in Echtzeit zielt das Fernsehen auf ein Plusquampräsens, das alle Selektions- und Manipulationsmöglichkeiten bei der Produktion der Bilder hinter einer vermeintlich objektiven Aktualität verschwinden lässt. Und mit der Ersetzung der analogen Fotografie durch das digitale Bild wankt der Realitätseffekt, den das analoge Bild - Roland Barthes zufolge - immer erzeugt. Welche Folgen hat dies für unsere Wahrnehmung, für unser Verhältnis zur Realität, zu Vergangenheit und Zukunft? - Die Überlegungen, die Derrida im Gespräch mit Stiegler entfaltet, haben vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer Kommunikationstechnologien noch an Brisanz gewonnen.
Über Jacques Derrida, Bernard Stiegler
Jacques Derrida (1930-2004) lehrte Philosophie in Paris und den USA. Bernard Stiegler, geboren 1952, ist ein französischer Philosoph und Publizist und Leiter des Institut de recherche et d'innovation des Centre Georges-Pompidou.