Kleine Morde unter Hallern

Unerfreuliches aus der Stadtgeschichte
ISBN/EAN: 9783932146466
Sprache: Deutsch
Umfang: 372
Format (T/L/B): 23,0 x 17,0 cm
25,00 €
(inkl. MwSt.)
Lieferbar innerhalb 1 Woche
In den Warenkorb
Eine junge Frau stahl einem Ratsherrn Pantoffeln: Sie wollte das Schuhwerk verbrennen und einen Zauberspruch dazu sprechen, um dem Mann zu schaden. Der Teufel traf einen jungen Mann in einer Haller Gasse und lieh ihm gegen Zins einen stattlichen Geldbetrag. Mäusegift, eingebacken in Brotschnitten, beendete das Leben eines Ehemannes. Ungeheure Schätze lagerten in Haller Gärten und warteten auf ihre Entdeckung, erforderten allerdings einige Investitionen, bevor sie gehoben werden konnten. Hoffnungen und Lebensziele von Menschen des 16. bis 18. Jahrhunderts entziehen sich meist unserer Kenntnis. Eine Möglichkeit, ihnen näher zu kommen, sind ihre in Kriminalprotokollen festgehaltenen Aussagen, die weit über das hinaus gehen, was eigentlich Gegenstand der Untersuchung war. Im vorliegenden Band liegt der Akzent daher weniger auf der „Kriminalität“ und auf den Gerichtsverfahren und Strafen. Der Autor versucht anhand von Konflikten, Alltagsgeschehnisse zu schildern, die sonst in den erhaltenen historischen Dokumenten keinen Niederschlag finden. Die Erzählungen gruppieren sich zu einem Leseband, der in vergangene Lebenswelten einführt. Manches erscheint uns trotz der zeitlichen Differenz vertraut. Unter der oberflächlichen Vertrautheit verbirgt sich aber schnell Fremdes, Fremdartiges und für uns Befremdliches.